Tipps gegen Schimmel

Wer Schimmelpilz im Haus hat sollte ihn zügig fachmännisch entfernen lassen. Die Ursachen sollten ebenfalls zeitnah gefunden und abgestellt werden. Jedoch gibt es Situationen in denen die Ursachen nicht so schnell behoben werden können - dazu gehören umfangreiche Baumaßnahmen, das fehlende Geld oder ungünstige Mietverhältnisse in denen sich Mieter und/oder Vermieter uneinig sind.

In solchen Fällen sollten die Tipps berücksichtigt werden, die eine Neubildung von Schimmelpilz so gut wie möglich verhindern oder zumindest hinauszögern.


Möbel von den Wänden abrücken

Stellen Sie Ihre Möbel so auf, dass zwischen Möbelstück und Wand mindestens 5-10 cm Platz besteht - dies gilt besonders für Außenwände. So ermöglichen Sie eine Luftzirkulation, sodass die Wände erwärmt werden können und eine Verdunstung von Kondensationsfeuchte.

Keine Schränke an Außenwände

Schränke sollten generell an Innenwänden stehen. Außenwände kühlen, insbesondere bei einer schlechten Dämmung schneller ab, sodass es dort Rasch zu Taupunkttemperaturen kommt und Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert.

Heizkörper frei lassen

Verdecken Sie die Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge. Der Heizkörper erwärmt die Luft, sodass diese mit der Luftzirkulation alle Oberflächen und Wände erwärmt. Zu gestellte oder verdeckte Heizkörper behindern die Luftzirkulation.

Tapeten weg lassen

Tapeten durchfeuchten schnell und bieten dem Schimmelpilz optimale Wachstumsbedingungen. Das Nährstoffangebot ist ebenfalls optimal für Schimmelpilze: Kohlenstoff durch das Papier und Holz, sowie Tapetenkleister sind für Schimmelpilze buchstäblich ein gefundenes Fressen. Lassen Sie die Tapeten weg und streichen direkt den Putz, ggf. mit einer hübschen Strukturfarbe.

Streichen mit Mineralfarben

Streichen Sie Problembereiche mit Kalk- oder Silikatfarbe. Diese haben einen hohen alkalischen pH-Wert. Schimmelpilze wachsen vorwiegend auf saurem Untergrund. Stehende Feuchtigkeit kippt rasch in einen sauren pH-Wert, durch alkalische Mineralfarben können Sie dem vorbeugen.

Raumtemperatur bei min. 16°C

Lassen Sie die Raumtemperatur nicht unter 16°C sinken. Durch eine zu niedrige Raumtemperatur kann die Luft weniger Feuchtigkeit tragen, sodass es an kalten Oberflächen - meist Ecken und Laibungen - zu Kondensation führen kann.

Wäsche nicht in Wohnräumen trocknen

Wäsche in Wohnräumen zu trocknen sollte weitestgehend vermieden werden, denn dies lässt die Luftfeuchtigkeit stark ansteigen. Sollten Sie keine Alternative haben, sorgen Sie für eine regelmäßige Belüftung um einen Abtransport der Feuchtigkeit zu ermöglichen.