Feuchtigkeit im Haus

Feuchtigkeit in Wohnräumen vermeiden

Feuchtigkeit oder Durchfeuchtung kann viele Ursachen haben, wie beispielsweise ein Rohrbruch, ein defektes Dach, Bauschäden oder aufsteigende Feuchtigkeit. In diesen Fällen sind die Ursachen meistens offensichtlich und es werden in der Regel Fachmänner benötigt, um die Ursachen zu beheben.

Schwieriger wird es bei einem grundsätzlich feuchten Mauerwerk. Hier wird unterschieden zwischen von außen eindringendem Wasser und Kondensation aufgrund eines zu kalten Mauerwerks oder eines falsches Nutzverhaltens. In beiden Fällen lässt sich jedoch durch das Nutzverhalten einer Schimmelpilzbildung vorbeugen.


Relevant ist die relative Luftfeuchtigkeit

Um unser Verhalten so anzupassen, dass es keine günstigen Lebensbedingungen für Schimmelpilze fördert, müssen wir verstehen, wie falsches Nutzverhalten eine Rolle spielen kann. Dazu gehört zum Beispiel eine falsche oder fehlende Lüftung der Räume.

Die Luft trägt immer einen Teil an Feuchtigkeit in sich, im Allgemeinen Luftfeuchtigkeit genannt. Es wird unterschieden in absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit. Die absolute Angabe nennt die genaue Wasserdampfmasse in Gramm pro Kubikmeter. Die gängigere relative Luftfeuchtigkeit beschreibt das Verhältnis von der tatsächlichen zur maximal möglichen Wasserdampfmasse und wird in Prozent angegeben.


Wieviel Feuchtigkeit wird produziert?

Die Feuchtigkeit gelangt über verschiedene Wege in die Innenluft. Neben der Außenluft, die durch Türen und Fenster hereinkommt, wird von uns ein erheblicher Teil an Wasserdampf produziert. So haben Studien ergeben, dass ein Drei-Personen-Haushalt pro Woche im Durchschnitt 66,5 Liter Feuchtigkeit in die Luft gibt.

Um einen Eindruck davon zu gewinnen, wieviel Feuchtigkeit pro Stunde im Durchschnitt produziert wird, schauen Sie sich die nebenstehende Tabelle an. Selbst bei passiven Tätigkeiten wie Schlafen, wird noch reichlich Feuchtigkeit in die Luft gegeben. So wird in einer Nacht von zwei Personen bis zu ein Liter Wassermasse abgegeben, die von der Raumluft aufgenommen wird.

Relative Luftfeuchtigkeit - was heißt das?

Die Angabe der relativen Luftfeuchtigkeit ist deshalb gängiger, weil die Tragfähigkeit der Luft mit steigen der Temperatur zunimmt. Das heißt für uns, dass warme Luft generell wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und somit in den allermeisten Fällen auch mehr Gramm Wasserdampf in sich trägt als kalte Luft. Deutlich wird das in der folgenden Infotabelle "relative Luftfeuchtigkeit".